Google Ads selbst schalten - Die ultimative Checkliste 2021

Kennst Du das Gefühl, wenn ein Thema so komplex erscheint, dass Du denkst Du wirst es nie verstehen? Ich auch.

Oftmals lichtet sich der Nebel allerdings schnell, wenn man anfängt sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Und so Auch bei Google Ads. Mit diesem Beitrag und meinen Checklisten möchte ich es Dir und jedem ermöglichen, seine Google Anzeigen selbst zu schalten und zu optimieren. Das ist zugegebermaßen ein komplexes Thema. Aber definitiv erlernbar.

1. Planung & Zielsetzung

Es mag komisch oder banal klingen, aber am einfachsten kann man Google Ads Kampagnen planen wenn man beim Ziel anfängt. Was möchte ich durch meine Anzeigen erreichen?

  • Lead Generierung: Wahrscheinlich sind Suchanzeigen und eventuell auch Display Anzeigen relevant
  • Ecommerce: Google Shopping Kampagnen sind mit Sicherheit relevant. Außerdem gegebenenfalls Suchanzeigen und Display für das Retargeting
  • Awareness: Kampagnen mit großer Reichweite sind Display Kampagnen oder Youtube Kampagnen

Checkliste: 

  • Wie hoch ist der CPC meines Produktes ca? Das findest Du am besten mit dem Google Keyword Planer heraus
  • Wer sind meine Wettbewerber? Wie sehen Ihre Landing Pages aus?
  • Wie hoch wird meine Conversion Rate ca. sein?
  • wie hoch ist mein Budget und wieviele Conversions kann ich dadurch erreichen? 

2. Die richtige Google Ads Gebotsstrategie wählen

Die Gebotsstrategien von Google werden ständig erweitert und immer mehr automatisiert. Wichtig ist deshalb zu verstehen wie sie technisch funktionieren und wann man am besten welche Strategie anwendet. Das kann am Anfang sehr überwältigend sein. Ich habe wöchentlich Kontakt zu Google Ansprechpartnern, die die Algorithmen der Gebotsstrategien zumindest verbal erklären.

Checkliste:

  • Ziel CPA: Die Gebote Deiner Keywords werden automatisch angepasst, sodass ein vorher festgelegter Ziel-CPA erreicht wird. Diese Gebotsstrategie macht Sinn, wenn Du zumindest 30-50 Conversions pro Monat in der Kampagne erzielst. Ansonsten kann der Algorithmus nicht lernen. Abweichende Anpassungen in den Anzeigengruppen werden von Google nicht empfohlen. Ich habe jedoch auch damit gut Erfahrung gemacht.
  • Conversions-maximieren: Die pflegearme Variante des Ziel CPAs. Diese Strategie würde ich Dir nicht empfehlen, wenn Du erst mit Google Ads startest. Du musst Dich nicht um einen Ziel CPA kümmern, denn die Kampagne lernt von selbst wie sie Dir die meisten Conversions bei vorgegebenem Budget liefert.
  • Angestrebter Anteil an Impressionen: Diese Gebotsstrategie würde ich Dir lediglich für Branding Zwecke nahelegen. Sprich wenn Wettbewerber auf Deine Marke bieten, Du jedoch sicher sein willst, dass Du immer ganz oben erscheinst. Außerhalb dieses Ziels wird diese Gebotsstrategie sehr schnell sehr teuer.
  • Manueller CPC: Diese Strategie würde ich Dir entweder empfehlen, wenn DU ein sehr geringes Budget hast oder nicht sicher bist ob Deine Keywords die richtigen für Deine Kunden sind. Hier hast Du genau in der Hand wie viel Du für Klicks ausgibst.

3. Google Ads Kampagnenstruktur und Keyword Cluster

Inzwischen hast Du Deine Ziele vor Augen und Dich auch schon für eine Gebotsstrategie entschieden. Jetzt geht es an die Aufteilung der Anzeigengruppen. Am besten Du teilst sie genau so auf, wie Du auch Deine Website strukturiert hast. Wenn Du beispielsweise Herren und Damenschuhe verkaufst. Und sowohl Sommer,- als auch Winterschuhe, so macht es Sinn mindestens 4 Anzeigengruppen zu erstellen. Und in diesen auf die jeweiligen Keywords zu bieten.

Checkliste:

  • Jede Kategorie Deines Prouktes hat eine eigene Anzeigengruppe, sodass Du Deine Anzeigen genau für die Zielgruppe optimieren kannst
  • Du benutzt lediglich exact und phrase matches. Broad matches implementierst Du nur, wenn Du mehr Reichweite benötigst
  • Nur für manuellen CPC: Du legst Gebote auf Keywordebene fest. Exact Matches haben hierbei normalerweise den höchsten Wert. Denn Du weißt genau wonach der potentielle Kunnde gesucht hat.

4. Anzeigenerstellung und Optimierung

Da wir uns im vorherigen Schritt darum gekümmert haben, dass wir für jedes Produkt eine eigene Anzeigengruppe in unserem Google Ads Account haben sind wir jetzt in der perfekten Position unsere Anzeigen dementsprechend zu optimieren.

Checkliste:

  • Passend zu jeder Kategorie hast Du responsive Anzeigen erstellt, in deren Headlines und Beschreibungen alle Keywords Deiner Anzeigengruppe mindestens einmal vorkommen.
  • Die Spalte "Anzeigeneffektivität in der Anzeigenansicht steht mindestens auf "gut"
  • Jede Deiner Anzeigengruppen benutzt mindestens eine Erweiterung aus jeder Kategorie (also Sitelink, Angebotserweiterung, etc.)
  • Die wichtigstens Headlines hast Du an Position 1 oder 2 Deiner Anzeige angepinnt (Position 3 wird nicht immer angezeigt - speziell nicht auf mobile)

5. Google Ads Landing Pages

Mit der Einrichtung im Google Ads Kanal selbst sind wir erst einmal soweit. Doch die Zielaktion hat Dein Kunde noch nicht durchgeführt. Denn er befindet sich momentan zwischen Klick auf Deine Anzeige und der Nutzererfahrung auf der Landing page. Worauf musst Du auf der Zielseite achten?

Checkliste

  • Sprichst Du den Nutzer auf der Zielseite mit ähnlichen Titeln an wie auf der Anzeige? Wenn ein User nach Sportschuhen sucht, sollte er nicht auf der Sandalen Kategorieseite landen
  • Ist auf den ersten Blick klar ersichtlich was der User machen kann? Zum Beispiel "jetzt einkaufen", "anrufen" oder "Kontakt aufnehmen"? Die eingerichteten Conversion Ziele nach der Du Deine Kampagne optimierst sollten für den User einfach zu finden sein
  • Du hast Trust Symbole auf Deiner Website, die möglichst viele Deiner Besucher kennen
  • Testest Du verschiedene Seiten? Dafür ist Google Optimize perfekt. Zum Beispiel kann man den Button Titel oder eine kurze gegen eine lange Landing Page testen. Wichtig: mit jedem User der an keinem Test teilnimmt verpasst Du die Chance zu lernen
  • Lädt die Seite schnell? Ein Google Lighthouse Test kann Klarheit schaffen. Wieviele Deiner User springen ohne Interaction ab? Wenn die Bounce Rate hoch ist, findet der User nach Klick auf die Anzeige nicht das, was er sich erhofft hat.

6. Kontinuierliche Optimierung des Google Ads Accounts

Wenn Dein Account läuft geht es an die Mammut Aufgabe. Die kontinuierliche Optimierung. Auch wenn es scheinbar unendlich viele Einstellungen und Möglichkeiten zum Optimieren gibt hier mein wichtigster Tip: Traue Dich zu testen und fange einfach an.

Checkliste:

  • In jeder Anzeigengruppe hast Du mindestens zwei verschiedene Anzeigen. Vielleicht funktioniert eine responsive Anzeige mit weniger Titeln besser als eine mit vielen Titeln?
  • Du ergänzt Dein Keyword Set stetig, sodass Du möglichst viele Exact und Phrase Matches benutzt. Im Optimalfall brauchst Du gar keine Broad Matches mehr
  • Du hast immer einen aktiven Kampagnentest: Gebotsstrategie, Landing Page Test, etc.
  • Du benutzt Suchbegriffberichte um sowohl neue Exact Matches, als auch negative Keywords zuzufügen
  • Du beobachtest Deine Quality Scores und überlegst Dir Maßnahmen um diese zu verbessern (PDF)
  • Du prüfst regelmäßig die Anzeigen Deiner Wettbewerber und überlegst, wie Deine Anzeigen am besten herausstechen können
  • Durch Search Term Analyse Deiner Broad Matches suchts Du regelmäßig nach neuen Nischenkeywords
Marius Blau
Google Ads Experte
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